"Schule ohne Rassismus" - Filmvorführung

11 Dezember 2017

Jahrgang 10 der Riehlschule besucht Caligari-Filmbühne im Rahmen der Initiative "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage"

Die Initiative "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage", die sich gegen Diskriminierung und für Toleranz einsetzt, startete mit der Filmaufführung '' Blut muss fließen'' die Sensibilisierungs-Aktion gegen Rassismus.

Ausgerüstet mit Knopflochkamera, Bomberjacke und weiss-schwarz-rotem Hemdkragen taucht Thomas Kuban in die deutsche Neonaziszene ab. Und mit ihm rund 400 Schüler der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule, der Schulze-Delitzsch-Schule (SDS) und des Gutenberg-Gymnasiums. Der Film „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“ lief am Donnerstag in der Caligari Filmbühne.

„Kein Fitzelchen von seinem Gesicht“

Die heimlich gefilmten Aufnahmen begannen vor 15 Jahren, als sich Thomas Kuban (seine wahre Identität bleibt ungenannt) in die Kreise der Neonazis einschleust. Im Fokus der Dokumentation stehen die Rockkonzerte der rechtsradikalen Kreise, wo Neu-Zugänger angeworben werden und sich ideologisch Gleichgesinnte austauschen.

Der Undercover-Film zeigt schonungslos, wie brutal und menschenverachtend die rechtsradikale Szene ist. Auch rückt der Film, bei dem Peter Ohlendorf die Regie übernahm, die Frage nach behördlicher und politischer Aktivität ins Zentrum. 2012 wurde der Film veröffentlicht, der auch ein Beweis für die Zivilcourage von Thomas Kuban ist. Im Caligari beantwortete Ohlenberg Fragen der Schüler. „Wie konnte Kubans Sicherheit gewährleistet werden? Hatte er Angst?“ Nach ersten filmischen Veröffentlichungen wurde in der Szene mit Drohungen und Sicherheitskontrollen nach dem „Filmer“ gesucht, erzählt Ohlenberg. Um unerkannt zu bleiben, war bei den Aufnahmen „kein Fitzelchen von seinem Gesicht“ zu sehen. Im Film sei auch nicht seine richtige Stimme, nicht sein Sprachrhythmus zu hören, bestätigt Ohlendorf.

„Die öffentliche Wahrnehmung lässt nach“, kritisiert Ohlendorf, der meint, dass die Bildung „zu wenig Geld für Prävention“ zur Hand hat. Deshalb soll das Filmprojekt in erster Linie über die Gefahren und Methoden der rechtsradikalen Szene aufklären und auch andere Schüler anregen, sich zu engagieren.

 

Im Anschluss an die Filmvorführung bestand für Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, dem Regisseur des Filmes, Herrn Ohlendorf, Fragen zu stellen.

Hier geht´s zum Artikel im Wiesbadener Kurier

 

 

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